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Meine Ziele für eine starke Wirtschaft und viele gute Arbeitsplätze

16.08.2025

Wirtschaftsförderung ist Chefsache! Wie ich unsere Wirtschaft und damit Arbeitsplätze sowie wichtige Einnahmen für die Gemeinde unterstützen will, beschreibe ich hier. 

Meine Ziele in Kürze:
  • Wirtschaftsförderung ist Chefsache! Das habe ich früher so gehalten, das werde ich auch zukünftig so machen
  • Die gute wirtschaftliche Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte fortführen
  • Unternehmen, u.a. durch schnelles, unbürokratisches, pragmatisches Handeln unterstützen
  • Die gute wirtschaftsbezogene Infrastruktur erhalten und weiter entwickeln
  • Die Hebesätze der Realsteuern und die Gebühren so niedrig wie möglich halten
  • Neue Gewerbeflächen ausweisen und erschließen, vorhandene Flächen aktivieren
  • Neue leistungsstarke Unternehmen für Augustdorf gewinnen
  • Den Gewerbepark Senne zum Erfolg führen
 ... und in längerer Form:

Arbeit ist eine wesentliche Grundlage für Zufriedenheit und Lebensglück. Arbeit verschafft Einkommen. Ein eigenes Einkommen bedeutet wirtschaftliche Unabhängigkeit und somit ein Stück Freiheit - auch von dem Staat, auf dessen Hilfe man durch eigene Arbeit weniger angewiesen ist. Arbeit ermöglicht Erfolgserlebnisse, kann die örtliche Gemeinschaft stärken und persönliche Zufriedenheit erzeugen.

Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten entstehen in der Wirtschaft. Wirtschaftsförderung ist immer auch Arbeitsplätzeförderung. Unternehmer und Beschäftige tragen über ihre Steuerzahlungen erheblich zur Finanzierung kommunaler Aufgaben bei. Für die Städte und Gemeinden sind die Gewerbesteuer und die Einkommenssteuer von überragender Bedeutung.

Neben starken Familien ist eine starke Wirtschaft daher eines meiner herausragenden Ziele. Wirtschaftsförderung ist Chefsache! Lokale Wirtschaftsförderung bedeutet vor allem:

  • Am Ort vorhandene Unternehmen bei ihrem Wachstum u.a. durch schnelles, unbürokratisches, pragmatisches Handeln unterstützen
  • Eine gute Infrastruktur schaffen und ausbauen
  • Die Hebesätze der Realsteuern (Gewerbesteuer, Grundsteuer B) und die Gebühren so niedrig wie möglich halten
  • Neue Gewerbeflächen ausweisen, erschließen und der Bebauung zuführen
  • Vorhandene, nicht bebaute Gewerbeflächen aktivieren
  • Neue leistungstarke Unternehmen gewinnen

Flächen für Industrie und Gewerbe waren in Augustdorf schon immer knapp. Denn etwa 60% des Gemeindegebietes werden militärisch genutzt und ca. drei Viertel sind Naturschutzflächen (FFH-Gebiete). Zudem hat die industrielle Entwicklung erst relativ spät begonnen. Andere Städte und Gemeinden hatten zu der Zeit schon eine gut ausgebildete Industrie, aus der heraus weiteres Wachstum entstand.

Augustdorf punktet als Wirtschaftsstandort mit der Autobahnnähe, leicht bebaubaren Flächen (eben, Sand) und vielen gut ausgebildeten Menschen im erwerbsfähigen Alter.

Die Steuer- und Gebührenbelastung der Unternehmen so niedrig wie möglich zu halten, war mir früher ein zentrales Anliegen und wird es auch in Zukunft sein. Der Gewerbesteuer-Hebesatz war in 2024 mit 240% der drittniedrigste in Lippe. Hövelhof (414%) und Schloß Holte-Stukenbrock (370%) waren günstiger als Augustdorf. 

Bei der Grundsteuer B hatte Augustdorf 2024 mit 494% den niedrigsten Hebesatz im Kreis. Hövelhof (478%) und Schloß Holte-Stukenbrock (280%) waren auch hier günstiger.

Bei den Wasser- und Abwasserkosten gehört Augustdorf im lippischen Vergleich trotz erheblicher Investitionen und Gebührenerhöhungen immer noch zu den günstigten Kommunen in Lippe. Diesen Standortvorteil gilt es in Zukunft zu bewahren.

Die wichtigste und erfolgreichste Wirtschaftsförderungsmaßnahme der letzten Jahrzehnte war der Abschluß des Umlegungsverfahrens zwischen Imkerweg und Kohlenweg in meiner ersten Amtsperiode im Jahr 2007. Das ermöglichte die Erschließung des Gebietes durch den Ausbau des Ostrings. Dieser konnte 2015 beendet werden. Wachsenden Augustdorfer Unternehmen wurden Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort geboten, eine Abwanderung wurde verhindert. Andere Unternehmen wurden bei Erweiterungen unterstützt. Die Zahl der Arbeitsplätze und die Gewerbesteuererträge der Gemeinde stiegen kräftig.

Eine weitere bedeutende Maßnahme der Wirtschaftsförderung war der von Bund, Land und Gemeinde geförderte Breitbandausbau im Industrie- und Gewerbegebiet. Schnelle, leistungsstarke Internetverbindungen sind als Standortfaktor außerordentlich wichtig. Der Breitbandausbau erfolgte in zwei Schritten: Zuerst - ab 2013 - mittels Richtfunk und seit 2019 durch Verlegung von Glasfaserkabeln. Auch im Ortszentrum wurden Glasfaserkabel verlegt. Dadurch wurden die Unternehmen gestärkt, Arbeitsplätze vor Ort gesichert und neue Entwicklungen ermöglicht.

Das einzige Industrie- und Gewerbegebiet der Gemeinde ist mit ca. 70 ha verhältnismäßig klein. Es gibt nur noch relativ wenige unbebaute Flächen, die keinem der bestehenden Betriebe zugeordnet sind. Alle noch unbebauten Flächen befinden sich im Privatbesitz. Die Möglichkeiten der Gemeinde, aktiv neue Unternehmen in Augustdorf anzusiedeln, sind dadurch stark beschränkt. Es bleibt ein wichtiges Ziel, die wenigen unbebauten Flächen im Einvernehmen mit den Eigentümern für neue Arbeitsplätze und Steuererträge zu aktivieren.

Erhebliche Erweiterungen des Industrie- und Gewerbegebietes sind wegen der unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebiete und Wohnbebauungen nicht möglich. Circa 75% des Gemeindegebietes sind Naturschutzgebiete von europäischer Bedeutung. Das Land NRW gesteht Augustdorf nur noch neue Flächen für wohnverträgliches  Gewerbe zu. Solche Flächen festzulegen, zu erschließen und zu bebauuen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Wirtschaftsförderung in den nächsten Jahren.

Wenn bereits genutzte Flächen frei werden, muss die Gemeinde sich verstärkt bemühen, als Nachnutzer Unternehmen zu finden, die möglichst viele Arbeitsplätze schaffen und hohe Gewerbesteuererträge erwarten lassen. Wo Flächen knapp sind, müssen sie besonders effizient genutzt werden.

Weil Augustdorf keine Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebiets zugestanden worden ist und das Land NRW seinerzeit auf interkommunale Gebietsplanungen gedrängt hat, hat sich die Gemeinde während meiner letzten Amtsperiode einstimmig entschlossen, den Gewerbepark Senne in Stukenbrock-Senne gemeinsam mit Schloß Holte-Stukenbrock und Hövelhof zu entwickeln. Der Gewerbepark Senne hat ein großes Potenzial. Augustdorf kann von den dort entstehenden Arbeitsplätzen profitieren. Die Gemeinde wird an den dort erzielten Steuererträgen beteiligt. Ich will mich erneut dafür einsetzen, dass dieses Projekt ein Erfolg wird.

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