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Meine Ziele für Bauen und Wohnen

30.08.2025

Durch kommunales Baulandmanagement und Überarbeitung der Bauleitpläne ein maßvolles Wachstum ermöglichen, Familien bezahlbares Bauland bereitstellen, Spielplätze gemeinsam mit Eltern und Kindern planen und aufwerten, die Siedlung Am Dören wieder zu einem lebenswerten Teil unserer Gemeinde machen und das Freibadgelände entwickeln - das sind für mich zentrale Ziele.

Meine Ziele in Kürze:
  • Ausreichend bezahlbares Bauland für alle Bauwilligen aktivieren
  • Ein kommunales Baulandmanagement einführen
  • Die Bebauung des Gemeindegebietes durch eine Aktualisierung der Flächennutzungs- und Bebauungsplanung aktiv steuern
  • Spielplätze in kinderreichen Wohnsiedlungen optimieren und bei Bedarf neu anlegen
  • Die Siedlung Am Dören wieder zu einem lebenswerteren Teil von Augustdorf machen
  • Das Freibadgelände entwickeln
... und in längerer Form:

Augustdorf ist ein sehr attraktiver Wohnort. Viele Menschen leben gerne in Augustdorf, viele wollen hier bleiben. Das muss ihnen ermöglicht werden. Niemand soll Augustdorf verlassen müssen, weil er hier keine Wohnung, kein Haus oder kein Baugrundstück findet. 

Unser Augustdorf ist vor allem wegen der guten Infrastruktur und der kurzen Wege ein guter Ort zum Leben: Geschäfte, Ärzte, Kindergärten, Schulen, Sportstätten, Rathaus, Spielplätze, Bushaltestellen und andere Einrichtungen können vielfach fußläufig gut erreicht werden. Das ist ein Vorteil, den besonders zu schätzen weiß, wer einmal in wesentlich kleineren oder erheblich größeren Orten gewohnt hat. Diese Stärke will ich erhalten und ausbauen.

Bauland aktivieren, Bauleitpläne ändern und neu aufstellen, kommunales Baulandmanagement einführen

Die Aktivierung von Bauland war in meiner letzten Amtszeit einer meiner Schwerpunkte. Drei größere Baugebiete wurden erschlossen, die Grundstücke innerhalb kürzester Zeit verkauft und bebaut: Am Bauernkamp/ Auf dem Brande, an der Beethoven- und Händelstraße sowie an an der Ahornstraße.

Ich möchte auch in Zukunft ein maßvolles Wachstum ermöglichen. Dazu sind die bestehenden Bauleitpläne zu überprüfen und zu überarbeiten. Mit dem neuen Regionalplan hat der Bezirksplanungsrat die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten in Augustdorf deutlich verändert. Insbesondere zwischen Haustenbecker Straße und Truppenübungsplatz wurden allgemeine Siedlungsbereiche verkleinert. Ausgeweitet wurden diese hingegen zwischen Waldstraße und Pivitsheider Straße Richtung Dörenkrug. 

Um Grundstückseigentümern, die ihre Flächen bebauuen oder verkaufen wollen, eine Bebauung oder einen Verkauf zu ermöglichen, kann es erforderlich sein, neue Bebauungspläne aufzustellen. Damit nicht unzulässigerweise übermäßig viel Bauland ausgewiesen, kann es erforderlich werden, an anderer Stelle Bebauungspläne aufzuheben. Das ist  insbesondere dort zu prüfen, wo Bebauungspläne mehrere Jahrzehnte alt sind und wo die Eigentümer kein Interesse daran haben, die Bebauungspläne in nächster Zeit umzusetzen. Andernorts sind Überarbeitungen von Bebauungsplänen geboten, und zwar insbesondere wiederum dann, wenn Bebauungspläne sehr alt sind und nicht mehr den aktuellen städtebaulichen Anforderungen entsprechen.

Schon in meiner letzten Amtsperiode war es mein Ziel, ein kommunales Baulandmanagement einzuführen. Ich freue mich, dass das inzwischen von anderen Wahlbewerbern verschiedener Parteien geteilt wird. Wir brauchen dazu eine Baulandstrategie und einen Grundsatzbeschluss. Mit einem kommunalen Baulandmanagement kann die Gemeinde die Bebauung des Gemeindegebietes besser steuern. Sie kann Bauland günstiger anbieten und es gezielt an Käufer abgeben, die besonders förderungswürdig sind, wie z.B. junge Familien. 

Dabei kommt es nicht nur darauf an, den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern, sondern auch von Eigentums- und Mietwohnungen zu ermöglichen. Qualitativ ansprechende und bezahlbare Mietwohnungen sind knapp. Davon brauchen wir mehr.

Siedlung Am Dören

Eine besondere Herausforderung ist die Siedlung Am Dören. Ich kenne diese noch aus meiner Kindheit und Jugend als gepflegte, belebte und geschätzte Wohnsiedlung insbesondere für Soldatenfamilien. Dort hatte ich einen Großteil meiner Freunde. Seit mehreren Jahrzehnten hat sich die Situation verschlechtert, im letzten Jahrzehnt besonders stark. Schon im Jahr 2008 hat die Gemeinde ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Quartier erarbeiten lassen. Der Plan war es, die Siedlung mit Hilfe des Förderprogramms "Stadtumbau West" aufzuwerten. Das ist seinerzeit nicht gelungen. Man war auf die Mitwirkung des Eigentümers angewiesen.

Später kam die Hoffnung auf, dass der Eigentümer die notwendigen Maßnahmen selbst ergreifen wird. Tatsächlich gab es einige Verbesserungen, die jedoch nicht nachhaltig waren.

Jetzt muss die Gemeinde alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um die Situation zu verbessern. Das laufende Insolvenzverfahren bietet die Chance, einen leistungsfähigen und kooperativen neuen Eigentümer als Partner zu bekommen. Unter Einsatz von Instrumenten des besonderen Städtebaurechts - zu denen insbesondere städtbauliche Entwicklungsmaßnahmen, städtebauliche Sanierungen oder der Stadtumbau gehören - und mit Hilfe von Städtebaufördermitteln sowie eines Entwicklungsträgers muss es möglich sein, die Siedlung wieder zu dem zu machen, was sie einmal: ein besonders lebenswerter Teil Augustdorfs. 

Spielplätze

Familien mit Kindern brauchen Spielplätze. Die Planung von Spielplätzen zusammen mit Eltern und Kindern und die Gestaltung im Sinne der Wünsche der Nutzer waren mir in meiner letzten Amtszeit ein Herzensanliegen - wohl auch, weil ich selbst Familienvater bin. So wurde z.B. der Spielplatz an der Schlesier Straße nach einer Spielplatzsprechstunde aufgewertet: Er wurde mit einer Seilbahn, einem größeren Sandkasten mit dem Feuerwehrauto, einem Karussel, einer weiteren Rutsche und einem neuen Zaun ausgestattet. Berücksichtigt worden sind auch Wünsche des Schülerparlaments der Grundschule In der Senne. Später bekam der Bolzplatz mit Hilfe von Städtebaufördermitteln einen Hartgummibelag, die Wege wurden befestigt, eine Calisthenics, neue Fitness- und Spielgeräte aufgestellt.

Der Spielplatz an der Beethoven-/Händelstraße wurde zusammen mit den Anwohnern geplant und gebaut. Grundlage des erneuerten Spielplatzes und Schulhofs der Grundschule Auf der Insel waren Wünsche der Schüler der Schule.

In der Planung übersehen wurde der Bau eines Spielplatzes im Baugebiet Bauernkamp. Niemandem fiel es vorher auf: Weder dem Investor, noch der Verwaltung, dem Rat oder den Bürgern, die die Möglichkeit hatten, die Pläne einzusehen. Erst als die ersten Familien eingezogen waren, fiel es auf. Es bleibt eine Herausforderung, diesen Mangel abzustellen. Meine Versuche, südlich und nördlich angrenzende Flächen für einen Spielplatz zur Verfügung gestellt zu bekommen, scheiterten leider an den Eigentümern. 

Spielplätze möchte ich nur noch unter frühzeitiger Einbindung von Eltern und Kindern planen, aufwerten und neu bauen. Das hat sich sehr bewährt.

Freibadgelände

Vor über 10 Jahren hatte ich vorgeschlagen, auf dem Freibadgelände einen Familienpark mit Wasser- und Matschspielmöglichkeiten zu schaffen. Das wollte die Ratsmehrheit damals nicht. Dann wurde die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für das Freibadgelände in das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept aufgenommen. Durchgeführt wurde die Machbarkeitsstudie jedoch nicht, weil die Ratsmehrheit die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auf dem Gelände wollte. Im Jahr 2022 gab es noch einmal eine Petition, mit der die Sanierung des Freibads angestrebt worden. Dafür hatte die Gemeinde - auch nach meinem Ausscheiden aus dem Bürgermeisteramt - kein Geld (LZ 09.06.2025 ).

Jetzt ist höchste Zeit zum Handeln! Ich kann mit beidem leben: Uns fehlt eine größere Parkanlage, wir haben keine Wasserspielmöglichkeiten für Kinder und wir können auch Wohnraum gut gebrauchen. Die Entwicklung des Freibadgeländes werde ich zu einem meiner Schwerpunkte machen.

Wollen Sie darüber sprechen? Stimmen Sie den Ausführungen zu? Vermissen Sie etwas? Dann teilen Sie mir das bitte über das Kontaktformular mit. Herzlichen Dank!