Meine Ziele für Sport, Spielen und Freizeit
Meine Ziele in Kürze:
- Die ausgezeichnete Sportinfrastruktur bewahren und optimieren
- Die Sportvereine unterstützen und eng mit Ihnen zusammen arbeiten
- Die Spiel- und Bolzplätze zusammen mit Kindern und Eltern weiter verbessern
- Gemeinsam mit den Bürgern und Vereinen neue Sport- und Freizeitangebote schaffen
- Den See am Kohlenweg für die Erholung zugänglich machen
- Im Ortszentrum Begegnungsmöglichkeiten schaffen und Wegeverbindungen verbessern
- Den alten Dorffriedhof zu einem Bürgerpark mit ruhiger Erholung entwickeln
- Das Freibadgelände entwickeln
- Die Betretbarkeit der heutigen militärischen Übungsflächen ausweiten - Teilflächen konvertieren
... und in längerer Form:
Die Sport-, Spiel- und Freizeitangebote einer Kommune prägen die örtliche Lebensqualität. Sie zu verbessern, war ein Schwerpunkt meiner letzten Amtspriode als Bürgermeister. Daran möchte ich anknüpfen.
Sportstätten
In Augustdorf gibt es vier Turn- und Sporthallen sowie zwei Sportplätze. Drei der Sporthallen bilden zusammen mit dem Heidesportplatz einen außergewöhnlichen Komplex, der auch große Veranstaltungen möglich macht. Über viele Jahre wurden die Sporthallen umfangreich erneuert. Umkleide- und Sanitärräume wurden erneuert, Hallenböden ausgetauscht, die Sicherheit verbessert und die Gebäude energetisch saniert. Die WITEX-Halle wurde zuerst zur WINEO-arena (Pressebericht ) und später zur horatec-Arena (Pressebericht ).
Ab 2017 rückten die Sportplätze in den Mittelpunkt. Unter Beteiligung von Vereinen, Schulen, Kindergärten, Politik und interessierten Bürgern wurde Sportstättenkonzept erarbeitet. Das wurde inzwischen umgesetzt: Für den Heidesportplatz und für den Schlingsbruch wurden - gegen eine starke kommunale Konkurrenz - zusammen ca. 2,5 Mio. € Fördergelder eingeworben. Der Heidesportplatz wurden 2020 zum multifunktionalen, familienfreundlichen Sportgelände umgebaut (Pressebericht ). Anschließend bekam der Schlingsbruch einen Kunstrasenplatz, eine Beachvolleyballanlage, feste Toiletten und neue Spielgeräte. Zudem wurde das Sportheim fertiggestellt. Der Bolzplatz an der Grundschule In der Senne erhielt einen Hartgummibelag.
Darüber hinaus konnte die Bogensportabteilung der TUSG auf der Wolff-Stätte ihr Trainingsgelände realisieren. Die Tennisplätze am Schlingsbruch wurden allwettertauglich hergestellt. Auch auf dem Spielplatz an der Schlesier Straße wurde der Bolzplatz zu einem Hartgummiplatz, es wurden eine Calsthenics-Anlage gebaut und Fitnessgeräte aufgestellt.
Weitere Verbesserungen sind möglich und nötig. Allgemein werden die Hallennutzungszeiten knapp. Die Tennisabteilung der TUSG sucht für die nass-kalte Jahreszeit bessere Spielmöglichkeiten. Auf dem Rasensportplatz sowie an den Bolzplätzen fehlen wirksame Ballfangzäune. Für all diese und andere Herausforderungen will ich gemeinsam mit den Nutzern und dem Rat Lösungen finden.
Förderung der Sportvereine
Die Gemeinde stellt den größten Teil der Sportinfrastruktur bereit - die Sportvereine unterbreiten vielfältige Sportangeboten. Sie leisten dadurch einen wertvollen Dienst für Einzelne und die Gemeinschaft. Sie fördern nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Gemeinschaft. Der Sport bringt Menschen mit unterschiedlichen Herkünften sowie sozialen und kulturellen Hintergründen zusammen.
Eine enge Kooperation der Sportvereine ist mir nicht nur wegen dieser positiven Wirkungen für unsere Einwohner ein großes Anliegen, sondern auch, weil die Vereine wichtige Nutzer der gemeindlichen Sportstätten sind.
Es ist gut, dass der Sport und die Gemeinde eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit getroffen haben und diese mit Leben füllen. Ich hatte schon vor ca. 20 Jahren angeregt, einen Pakt für den Sport abzuschließen. Der Entwurf enthielt auch Vorschläge für eine neuartige Förderung des Sports. Damals konzentrierte sich die Debatte jedoch auf die finanzielle Beteiligung der Vereine an den Kosten der Sportstätten. Das übergeordnete Anliegen ging unter.
Heute würde ich keine Hallennutzungsentgelte mehr einführen wollen. Die Idee war damals der Haushaltsnot der Gemeinde geschuldet. In jedem Leitfaden zur Haushaltssanierung wurden solche Entgelte vorgeschlagen. Es gab auch stets Lob von der Kommunalaufsicht dafür. Rückblickend ist festzustellen, dass die Entgelte die Gemeinde nicht spürbar entlastet, stattdessen aber viel Ärger und Aufwand verursacht haben.
Spiel- und Bolzplätze
Augustdorf ist weiterhin die jüngste und kinderreichste Kommune in ganz NRW. Nicht wenige Familien verfügen über eigene Gärten und Spielangebote direkt am Haus. Dennoch haben gut ausgestattete Spiel- und Bolzplätze eine große Bedeutung - für die Kinder zum Spielen mit Freunden, für Eltern als Orte der Begegnung mit anderen Eltern.
Unsere Spielplätze - insgesamt ca. 10 - befinden sich überwiegend in einem guten Zustand. Bei einzelnen besteht erheblicher Handlungsbedarf. Weiter verbessern kann man nahezu alle. Es war und ist mir ein großes Anliegen, die Nutzer der Spielplätze in die Planungen einzubinden. Das ist z.B. bei dem Spielplatz an der Schlesier Straße geschehen. In die Aufwertung sind Vorschläge von Eltern und Kindern aus einer Spielplatzsprechstunde (Pressebericht ) und des Schülerparlaments der Grundschule In der Senne eingeflossen (Pressebericht ). Der Spielplatz an der Beethoven-/ Händelstraße wurde gemeinsam mit Eltern und Kindern geplant (Pressebericht ). Diese haben die Spielgeräte ausgesucht. Vor der Erneuerung des Spielplatzes der Grundschule Auf der Insel haben die Kinder dem Bürgermeister ihre Wünsche mitgeteilt. Diese wurden bei der Umsetzung berücksichtigt.
Über das ISEK sollten bzw. sollen zwei große Spielplatzprojekte finanziert werden: Die weitere Verbesserung des Spielplatzes an der Schlesier Straße wurde mit fast 170.000 € Fördergeldern umgesetzt. Der Spielplatz der Grundschule In der Senne harrt noch der Realisierung. Beide haben Quartiersfunktionen, also eine Bedeutung für das weitere Umfeld.
In der Planung übersehen wurde der Bau eines Spielplatzes im Gebiet Bauernkamp. Niemandem fiel es vorher auf: Weder dem Investor, noch der Verwaltung, dem Rat oder den Bürgern, die die Möglichkeit hatten, die Pläne während der öffentlichen Auslegung einzusehen. Erst als die Familien eingezogen waren, wurde der Mangel bemerkt. Das bedauere ich sehr. Es bleibt eine Herausforderung, diesen Mangel abzustellen. Meine Versuche, südlich und nördlich angrenzende Flächen für einen Spielplatz zur Verfügung gestellt zu bekommen, waren leider nicht erfolgreich. Hier gilt es neu anzusetzen.
Grünflächen und Wege, Bänke, Orte der Begegnung
Gemeinschaft lebt von Begegnungen, sowohl organisierten als auch ungeplanten. Ich möchte im Dorf mehr Orte der Begegnung schaffen, um die Gemeinschaft zu stärken. Dazu sollen die vorhandenen Grünflächen und die innerörtlichen Wegeverbindungen ausgebaut und aufgewertet werden.
Im Dort fehlen Bänke. Viele Bänke wurden in den letzten Jahrzehnten entfernt, weil sich vor allem jüngere Menschen dort nachts versammelt und die Nachtruhe nicht eingehalten haben. Unter uns leben aber auch viele ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen, die bei ihrem Gang durch das Dorf Pausen einlegen müssen. Fehlen solche Rastmöglichkeiten, dann bleiben die Leute mitunter zuhause. Bänke fördern also nicht nur die Begegnung, sondern auch die Mobilität und die Teilhabe von Menschen. In enger Abstimmung mit den betroffenen Menschen und den Anwohnern möchte ich für mehr Bänke als Rast- und Begegnungsorte sorgen.
Für den alten Dorffriedhof strebe ich weiterhin eine Gestaltung als Parkanlage für die ruhige Erholung an. Diese muß dem Charakter des Gottesackers entsprechen und mit der Alten Dorfkirche verträglich sein. Selbstverständlich geht das nur, wenn die Kirchengemeinde das auch will.
Ein großes Potenzial hat das alte Freibadgelände. Ich hätte die neue Nutzung gerne schon in meiner letzten Amtszeit mit den Bürgern zusammen geplant. Mein Vorschlag war, hier einen Begegnungsort für Familien mit Wasser-, Matsch- und Planschspielmöglichkeiten für Kinder zu schaffen. Die Ratsmehrheit hat sich seinerzeit für eine Bebauung entschieden. Diese wurde jedoch bis heute nicht realisiert. Jetzt gilt es neu anzusetzen und für dieses Gelände endlich eine Lösung zu finden.
Bevorzugen tue ich weiterhin einen Park für Familien mit Wasser-, Matsch- und Planschspielmöglichkeiten - auch im Hinblick auf die Familien, die an der Ahornstraße gebaut haben. Wir brauchen aber auch Bauland. Also: Lassen Sie uns gemeinsam die beste Lösung finden.
Landschaft
Auch die Erlebbarkeit unserer einzigartigen Landschaft konnte in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert werden. Mit Hilfe des Naturschutzgroßprojekts Senne, welches ich als Mitglied der Biologischen Station Senne mit auf den Weg bgebracht hatte, und einer EFRE-Förderung entstanden Weidekoppeln für Pferde und urige Rinder sowie neue Themen-Wanderwege am Furlbach und im Augustdorfer Dünenfeld. Unsere Landschaft zieht eine beträchtliche Zahl an Besuchern an. Wir leben dort, wo viele andere ihre Freizeit verbringen wollen.
Was uns fehlt, sind Erholungsmöglichkeiten am Wasser. Am Kohlenweg entsteht durch die dort laufende Abgrabung ein attraktiver, über 5 ha großer See in einer schönen Umgebung. Dieser soll nach Ende der Abgrabung frei betretbar sein. Er wird unsere Landschaft stark aufwerten.
Freibadgelände
Vor über 10 Jahren hatte ich vorgeschlagen, auf dem Freibadgelände einen Familienpark mit Wasser- und Matschspielmöglichkeiten zu schaffen. Das wollte die Ratsmehrheit damals nicht. Dann wurde die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für das Freibadgelände in das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept aufgenommen. Durchgeführt wurde die Machbarkeitsstudie jedoch nicht, weil die Ratsmehrheit die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auf dem Gelände wollte. Im Jahr 2022 gab es noch einmal eine Petition, mit der die Sanierung des Freibads angestrebt worden. Dafür hatte die Gemeinde - auch nach meinem Ausscheiden aus dem Bürgermeisteramt - kein Geld (LZ 09.06.2025 ).
Jetzt ist höchste Zeit zum Handeln! Ich kann mit beidem leben: Uns fehlt eine größere Parkanlage, wir haben keine Wasserspielmöglichkeiten für Kinder und wir können auch Wohnraum gut gebrauchen. Die Entwicklung des Freibadgeländes werde ich zu einem meiner Schwerpunkte machen.
Militärische Übungsgebiete
Als Bürgermeister habe ich dafür geworben, die Begehbarkeit von Randflächen des Truppenübungsplatzes Senne sowie des Stapels zu verbessern. Ein Vorbild waren die Regelungen für den Schapeler Hof. Dieser durfte früher begangen werden, wenn das Militär nicht geübt hat. Das lief über Jahrzehnte ohne größere Probleme.
Nachdem ich aus dem Amt ausgeschieden war, ist das Gegenteil passiert: Der Stapel wurde samt Schapeler Hof eingezäunt, die zivile Mitnutzung der Senne wurde deutlich eingeschränkt. Ich habe mich gegen die Einzäunung engagiert. Leider blieb der Protest von Augustdorfern erfolglos.
Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass eine zivile Mitnutzung militärischer Flächen möglich ist, ohne die militärische Nutzung übermäßig einzuschränken. Das gilt grundsätzlich für alle Bereiche außerhalb der Panzerringstraße, also den Bereich Augusta West und der Biwakplatz südlich des Bärenbachs. In Großbritannien heißt das Militär die Zivilbevölkerung auf vielen Übungsplätzen herzlich willkommen - natürlich nur außerhalb der Übungszeiten (Video ). Ich kenne kein überzeugendes Argument, warum das in den Randbereichen der Übungsplätze nicht möglich sein soll.
Meine Sorge ist: Die britische Truppenübungsplatzverwaltung könnte auch den Wald zwischen den Straßen Auf dem Brande/ Sophienstraße/ Luisenstraße und der Panzerringstraße abzäunen wollen. Den Augustdorfern würde dadurch ein weiterer Erholungsbereich genommen. Ähnliches ist in diesem Jahr in Sennelager geschehen (Bericht 1, Bericht 2 ). Schon im Jahr 2022 wurden in Bad Lippspringe neue Zäune gebaut.
Augustdorf befindet sich in einer besonderen Situation: Etwa 60% des Gemeindegebiets werden militärisch genutzt. Die Gemeinde wird auf drei Seiten - im Norden, im Osten und im Süden - durch Militärflächen umgeben. Erholungs- und Entwicklungsflächen sind knapp. Unter diesen Bedingungen ist ein rücksichtsvolles Miteinander miteinander erforderlich. Das beinhaltet ein Eingehen auf die Interessen der anderen, also auch der Interessen der Augustdorfer Bürger. Die britische Truppenübungsplatzverwaltung darf ihre Interessen nicht absolut setzen und die Belange der Anwohner ignorieren.
In Großbritannien ist die Zivilbevölkerung auf Übungsplätzen willkommen, wie es in dem oben verlinkten Video heißt. In der Senne werden Teile der Übungsplätze seit 80 Jahren von Zivilisten zur Erholung genutzt, ohne dass die militärische Nutzung dadurch erheblich beeinträchtigt worden ist. Ich kann nicht erkennen, warum das nach 80 Jahren nicht mehr möglich sein soll. Meines Erachtens wäre auch eine Ausweitung der zivilen Mitnutzung der Senne möglich, wenn die Übungsplatzverwaltung das nur wollte.
Auch eine Verkleinerung des Militärgebiets halte ich aus Augustdorfer Sicht für erstrebenswert. Circa 60% des Gemeindegebiets sind militärisch genutzt, die Entwicklungs- und Naherholungsmöglichkeiten sind sehr beschränkt. Eine Freigabe der Stapelager Senne, des Gebiets um das ehemalige Schloß Lopshorn sowie der bereits genannten Gebiete außerhalb der Panzerringstraße würden der Gemeinde neue Entwicklungspotenziale verschaffen und dazu beitragen, die Lebensqualität weiter zu erhöhen.
Wollen Sie darüber sprechen? Stimmen Sie den Ausführungen zu? Vermissen Sie etwas? Dann teilen Sie mir das bitte über das Kontaktformular mit. Herzlichen Dank!