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Meine Ziele für eine bürgernahe und leistungsstarke Gemeindeverwaltung

15.08.2025

Die Gemeindeverwaltung ist für die Einwohner da. Meine Ziele für die Leitung der Gemeindeverwaltung und die Führung der Mitararbeiter stelle ich hier vor.

Meine Ziele in Kürze:
  • Der Bürgermeister soll als Leiter der Gemeindeverwaltung ein erfahrener Führungs- und Verwaltungsprofi sein
  • Ich stehe für flache Hierarchien und eine unmitelbare, persönliche Führung; einen Verwaltungsvorstand brauche ich nicht
  • Die Gemeindeverwaltung soll als Arbeitgeber wieder attraktiver werden
  • Die Förderung des Wohls der Einwohner ist die zentrale Aufgabe der Verwaltung
  • Die Bediensteten der Verwaltung müssen sich als Dienstleister an den Bürgern verstehen - die Bürger stehen im Mittelpunkt
  • Die Leistungen der Verwaltung für die Einwohner will ich wieder verbessern
  • Die Digitalisierung der Verwaltungsarbeit will ich weiter voran treiben - das verbessert auch den Bürgerservice
  • Den Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit unterstütze ich, wenn Aufgaben dadurch besser und wirtschaftlicher erledigt werden können
... und in längerer Form:

Viele Bürger nehmen den Bürgermeister vor allem als Vorsitzenden im Gemeinderat und bei seinen repräsentativen Aufgaben wahr. Zeitlich und von den geforderten Kompetenzen her ist die Hauptaufgabe des Bürgermeisters jedoch eine andere: die Leitung der Gemeindeverwaltung mit ca. 70 Mitarbeitern. Ratssitzungen finden etwa alle 2 Monate statt. Jeden Tag gefordert ist der Bürgermeister hingegen als Chef im Rathaus, als Vorgesetzter der Mitarbeiter der Gemeinde, als Organisator der Dienstleistungen für die Einwohner, als Impulsgeber und als Motor der Gemeindeentwicklung. Mit der Verwaltung bereitet der Bürgermeister die Beschlüsse des Rates vor und setzt sie um.

Ein Bürgermeister muss m.E. zwingend eine größere Verwaltung führen können. Ich bin dafür ausgebildet und habe über 20 Jahre Leitungs- und Führungserfahrung mit bis zu 200 Mitarbeitern. 

Erfahrung in der Leitung einer Verwaltung und in der Führung von Mitarbeitern zu haben ist etwas anderes als eine langjährige Tätigkeit in einem Stadtrat, Kreistag, Verwaltungs- oder Aussichtsrrat. Diese Funktionen sind nicht mit der unmittelbaren Führung von Menschen verbunden. Das einzelne Stadtrats-, Kreistags-, Verwaltungs- oder Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorgesetzter von einzelnen Mitarbeitern.

Einen Verwaltungsvorstand, wie er vor einigen Jahren eingerichtet worden ist, habe ich als Bürgermeister nicht gebraucht. In einer Gemeindeverwaltung mit ca. 70 Mitarbeitern sind keine 4 Führungsebenen erforderlich. Ich habe als Bürgermeister 3 - 4 Fachbereichsleiter plus 1 - 2 Betriebsleiter der Gemeindewerke direkt geführt. Flache Hierarchien sind mir wichtig. Ich möchte als Chef im Rathaus auch unmittelbare Verbindungen zu allen Arbeitsbereichen und Mitarbeitern haben. Auf Grundlage meiner Führungs-, Leitungs- und Verwaltungskompetenzen halte ich einen Verwaltungsvorstand für verzichtbar.

Noch immer gönnen wir uns im Rathaus zwei Buchhaltungen: Eine in der allgemeinen Verwaltung und eine in den  Gemeindewerken. Ich gehe davon aus, dass Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen durch eine stärkere Kooperation möglich sind. Ich werde gründlich prüfen, ob es wirtschaftlicher und effektiver ist, kaufmännische Aufgaben gemeinsam wahrzunehmen.

Gesetzliche Aufgabe der Gemeinde ist es, das Wohl der Einwohner zu fördern (§ 1 Abs. 1 S. 2 GO NRW). Das gilt für den Bürgermeister, die Mitglieder des Gemeinderates und für jeden einzelne Mitarbeiter der Verwaltung. Sie alle sind für die Einwohner unserer Gemeinde da. 

In unserer Verwaltung arbeiten kompetente, motivierte und leistungsfähige Menschen. Ich werde darauf hinwirken, dass sich ausnahmslos alle als Dienstleister an den Einwohnern Augustdorfs verstehen.

In den letzten Jahren wurden mir reichlich Beschwerden über den Bürgerservice des Rathauses vorgetragen. Teilweise kommt die Kritik auch von Mitarbeitern des Rathauses selbst. Die Einrichtung eines Verwaltungsvorstands hat offensichtlich nicht dazu geführt, dass die Verwaltung ihre Aufgaben aus Sicht der Bürger besser erledigt. Unter anderem ärgern sich Bürger, wenn sie ohne vorherige Terminbuchung zurückgewiesen werden oder wenn telefonisch niemand erreichbar ist. Letzteres habe ich in den vergangenen Monaten mehrfach selbst erlebt. Aus Vereinen wurde zudem berichtet, dass man aus dem Rathaus viel zu oft höre, was alles nicht ginge, anstatt nach Lösungen für Probleme zu suchen. Das werde ich als Bürgermeister wieder ändern.

Der öffentliche Dienst leidet unter einem Mangel an Fachkräften. Augustdorf ist davon nicht ausgenommen. Die Gemeinde muss als Arbeitgeber attraktiver als andere Kommunen sein. Dazu gehören neben einer kompetetenten, motivierenden Führung und einer leistungsgerechten Bezahlung auch Instrumente, die die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit erleichtern, wie mobiles Arbeiten oder flexible Arbeitszeiten.

Mitarbeiter schätzen es, wenn ihr Chef etwas von ihrer Arbeit versteht. Der Chef im Rathaus ist der Bürgermeister. Er wird auch als Hauptverwaltungsbeamter bezeichnet. Der Bürgermeister organisiert die Verwaltung, leitet und verteilt die Dienstgeschäfte im Rathaus und ist Dienstvorgesetzter aller Bediensteten. Er weist den Mitarbeitern ihre Arbeit zu und hat für eine ordnungsgemäße Erledigung zu sorgen. Der Bürgermeister kann auch Aufgaben an sich ziehen und selbst erledigen. Besonders in kleineren Kommunen geht das gar nicht anders. Daher nennt man Bürgermeister mitunter auch "oberste Sachbearbeiter".

Zu den Aufgaben eines Behördenleiters gehört es, die Arbeitsbedingungen gemeinsam mit den Mitarbeitern stetig zu überprüfen und zu verbessern. Als Familienvater weiß ich aus eigener Erfahrung, wie wertvoll es ist, wenn die Arbeitszeiten flexibel gestaltet werden können und wenn man manche Dinge von zu Hause aus erledigen kann. Familienfreundliche Arbeitszeiten und -bedingungen sind mir ein großes Anliegen. Natürlich steht dabei die zu erledigende Arbeit immer im Vordergrund. Der Dienst am Bürger darf nicht leiden. Ich bin davon überzeugt, dass bürgernahe Dienstleistungen und Familienfreundlichkeit miteinander vereinbar sind.

Ein Schlüssel zur weiteren Verbesserung der Familienfreundlichkeit ist die Digitalisierung der Verwaltungsleistungen, so dass möglichst viele Arbeiten unter Nutzung digitaler Akten von verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten erledigt werden können. Die Digitalisierung ist auch erforderlich, um die immer größer werdende Flut von Daten verarbeiten zu können.

Vor allem läßt sich durch Digitalisierung der Bürgerservice verbessern, indem z.B. Anträge nicht nur zu den Öffnungszeiten des Rathauses, sondern auch am frühen Morgen oder am späten Abend von zuhause oder unterwegs online gestellt werden können. Im Vergleich zu Banken, Versicherungen oder Händlern, die ihre Leistungen auch über das Internet anbieten, haben öffentliche Verwaltungen noch einen großen Nachholbedarf. Diesen will ich vermindern, und zwar gemeinsam mit den kommunalen Partnern und dem EDV-Dienstleister der Gemeinde.

Dabei ist wichtig: Die Digitalsierung ergänzt die Leistungen der Verwaltung - sie ersetzt sie nicht. Die Bürger sollen weiterhin den direkten Kontakt zu "ihren" Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung pflegen können. Sonst leidet die Bürgernähe. Und die Kollegen sollen sich untereinander persönlich austauschen. Sonst leiden die zwischenmenschlichen Beziehungen. Aus Teams sollen keine Einzelkämpfer werden. Auch das wäre zum Nachteil der Bürger.

Gute Arbeit muss auch gut entlohnt werden. Leider bietet der öffentliche Dienst mit seinem relativ starren Tarifsystem dafür noch zu wenig Möglichkeiten. Ich wünsche mir einen Ausbau leistungsbezogener Vergütungsanteile, um besonders den Leistungsträgern mehr Anerkennung zukommen können zu lassen. Der öffentliche Dienst bietet sichere Arbeitsplätze, punktet aber nicht mit herausragenden Gehältern. In Zeiten einer florierenden Wirtschaft und bei dem derzeit sehr guten Arbeitsmarkt für Verwaltungsfachleute ist es nicht immer einfach, qualifizierten und motivierten Nachwuchs zu gewinnen sowie gute Mitarbeiter zu halten. Mir ist es daher sehr wichtig, dass die Gemeinde trotz Haushaltsnot selbst ausbildet. Sie braucht zudem erweiterte rechtliche und finanzielle Spielräume, um auch in Zukunft genügend gute Köpfe gewinnen zu können.

Möglichkeiten zur Verminderung von Kosten können in dem weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit anderen Städten und Gemeinden bestehen. Nicht jede Aufgabe muß von jeder Kommunen selbst wahrgenommen werden. Vieles wird schon interkommunal erledigt. Ich halte es für richtig, bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu prüfen, ob der weitere Ausbau der Kooperation mit anderen Kommunen Vorteile verspricht. Die fortschreitende Digitalisierung bietet dafür zunehmend mehr Möglichkeiten. Auch dabei kommt der Bürgerfreundlichkeit ein entscheidendes Gewicht zu.

Wollen Sie darüber sprechen? Stimmen Sie den Ausführungen zu? Vermissen Sie etwas? Dann teilen Sie mir das bitte über das Kontaktformular mit. Herzlichen Dank!

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